Neobooks - Ärger mit der Preisanpassung

      Neobooks - Ärger mit der Preisanpassung

      Hallo liebes Forum,

      ich zitiere hier mal meinen Blogeintrag von heute:

      Im Dezember 2013 lud ich meinen ersten Roman »Südlich des Glücks« bei Neobooks und Amazonhoch. Neobooks bedient für mich die Plattformen iTunes, Weltbild, Hugendubel und Co., wobei ichAmazon separat beliefere. Klar - des Umsatzes wegen.
      Bei Neobooks stellte ich ein, dass bis zum 31.01.2014 ein Einführungspreis von 0,99€ gelten solle, fürAmazon ebenso, nur dort musste ich die manuelle Umstellung vornehmen, wegen der separaten Belieferung.

      Am 01.02.2014 war es jedoch ausschließlich Amazon, und das durch meine eigenhändige Anpassung, wo das E-Book für den regulären Preis von 2,99€ zu haben war. Alle von Neobooksbelieferten Plattformen wiesen noch den alten Preis aus - der Ärger begann.
      Neobooks weist - im Kleingedruckten (!) - darauf hin, dass ab dem Zeitpunkt, an dem der Einführungspreis endet, die Händler erst informiert werden. Ferner kann man lesen, dass dies bis zu 5 Werktage dauern kann, bis dort der "neue" Preis zu sehen ist. Heute ist im Übrigen der 5. Werktag und noch immer haben nicht alle Plattformen den Preis angepasst.
      Im Grunde wäre dies nicht sonderlich ärgerlich, doch am 04.02. wurde ich von Amazon in einer E-Mail gerügt. Dort hieß es:

      »Es ist uns wichtig, dass wir Ihr Buch nicht zu einem höheren Preis als andere Vertriebskanäle verkaufen. Unsere Nutzungsbedingungen erfordern, dass Sie uns einen Listenpreis bereitstellen, der den Listenpreis (inkl. Mwst.) anderer Vertriebskanäle nicht übersteigt. Zudem fordert das Gesetz in einigen Ländern selbe Listenpreise für alle Vertriebskanäle.

      Wir haben den Kundenpreis angepasst, um ihn den anderen Verkaufkanälen anzupassen.«


      Nun war ich geschockt, denn das bedeutete für mich, dass die Einnahmen durch die Verkäufe auf niedrigem Niveau blieben. Ich schrieb sofort zurück und erklärte, dass das Problem bei Neobooks läge, und nicht an mir. Ich bestand darauf, dass der reguläre Preis bei 2,99€ zu liegen hat. Außerdem wies ich daraufhin, dass, mittlerweile am 05.02., wohl die meisten Plattformen denselben Preis hätten. Amazon antwortete erneut:

      ​»Der Preis, zu dem wir Ihr Buch verkaufen, kann (wie Sie wissen) von Ihrem Listenpreis abweichen. Dieser Fall kann eintreten, wenn wir z.B. Ihr Buch günstiger verkaufen, um es an den Preis der digitalen oder gebundenen Version von Drittanbietern anzupassen bzw. eine Preisanpassung zur Print-Version auf der Amazon-Webseite vorgenommen wird.
      Ihr Buch wird momentan auf der LIBRI.DE-Webseite zum Preis von € 0,99 angeboten, wie Sie hier sehen können: ebook.de/de/product/21893292/h…ecks.html?searchId=688Ich habe Ihre Information bezüglich Neobooks und der bereits in Auftrag gegebenen Preiserhöhung auf allen Plattformen jedoch an die entsprechende Abteilung in unserem Hause weitergeleitet. Spätestens, sobald der Preis auf allen Plattformen erhöht wird, sollten Sie auch den Preis auf Amazon angepasst sehen.«


      Was das nun für mich heißt? Mir sind die Hände gebunden. Ich muss a) abwarten, bis endlich alle Kanäle den Preis heraufsetzen und b) dabei zusehen, wie mir über Amazon Umsatz durch die Lappen geht, weil ich dort zurzeit den Preis in KDP nicht ändern kann.

      Fazit:

      Bei meiner nächsten Veröffentlichung werde ich KDP-Select nutzen, mich drei Monate an Amazon binden, einen Monat davon einen Einführungspreis anbieten und nach Ablauf dieser Zeit mein Werk zum regulären Preis für Neobooks freigeben.
      Diese Vorgehensweise kann ich - unabhängig von hier geschilderten Problemen - nur jedem Selfpublisher raten. Warum? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, gerade in der frühen Phase, über Amazon weitaus mehr verkauft wird. Meine Gesamtverkäufe liegen im Monat Januar bei knapp 600 E-Books, Neobooks macht davon gerademal 1 % aus. Das bedeutet, dass mir viele Prime-Nutzer, die das Buch leihen würden, durch die Lappen gehen und ich so weniger Umsatz generiere.

      Außerdem kann ich nur raten, das Ende des Einführungspreises bei Neobooks 5 Werktage eher einzutragen, damit letztlich pünktlich alle Händler den regulären Preis angeben.
      Südlich des Glücks

      »Eine sympathische und teils tragische Komödie der ganz besonderen Art, die emotionaler und eindringlicher nicht sein könnte.« Quelle: eBookmeter.info - Das Magazin rund um eBook & Co.

      Das eBook bis zum 31.01.2014 zum Einführungspreis von 0,99€ gibt es hier.
      Angenommen jemand schwärzt dich an, weil du gegen die Buchpreisbindung verstößt. Wer steht dann dafür grade?

      In deinem Fall ist es ja noch ärger, da haben die von Neobooks belieferten Plattformen ja nichtmal gleichzeitig den Preis umgestellt, sondern offenbar jede für sich. Mich würde wirklich interessieren, wie Neobooks das rechtfertigt, und ob sich die im Fall der Fälle rauswinden.
      Da kannst Du leider in der Tat Nichts machen, da Amazon sich das Recht vorbehält den Preis anzupassen - das heiß wenn es wo anders kostenlos angeboten würde könnte Amazon es sogar auch solange kostenlos anbieten.

      Und auch Neobooks kann man hier keine Schuld geben - die können an die meisten Portale auch nur die Info weitergeben, dass der Preis geändert werden soll - wann die Portale dann reagieren liegt nicht in ihrem Einflussbereich.

      Kann daher auch nur jedem empfehlen erstmal nur Amazon zu beliefern solange er mit dem Preis arbeiten möchte. Ob man erst nach 3 Monate die anderen Plattformen beliefert und solange das Select Programm nutzt oder ob man nur einige Wochen Exklusivität für Amazon einplant bis der Einführungspreis endet hängt dann von dem Anteil der anderen Plattformen am Umsatz ab.


      Interessanter wäre die rechtliche Frage wer Probleme wegen einem Verstoss gegen die Buchpreisbindung bekommen könnte?

      Eigentlich sollte es reichen, wenn der Autor / Verlag die Preisänderung allen zur gleichen Zeit mitteilt. Wenn dann einige Shops zulange brauchen um denn Preis anzupassen dürfte das deren Problem sein solange der Autor / Verlag bei diesen keine Möglichkeit hat den Preis selbst anzupassen wie auf Amazon, Apple, Google usw.


      Gruß
      Daniel
      PS: Gerade gesehn, dass Mira dieses Problem auch schon angesprochen hat.

      Ich würde das so sehen wie im Print-Bereich. Wenn der Verlag den Preis ändert und dies entsprechend mitteilt verstossen die Buchhandlungen die nicht oder nicht schnell genug reagieren gegen die Buchpreisbindung und nicht der Verlag.

      In dem Fall also die Shops.

      Gruß
      Daniel
      Hallo Daniel,
      noch ein kleiner Hinweis. Ich hatte das Problem auch schon. Als dann endlich alle Kanäle wieder den richtigen Preis hatten, konnte ich ihn auf Amazon zwar ändern, aber das wirkte sich nicht auf den Shop aus, weil er auf dem billigen Preis fixiert war. Da musste mal wieder der Support ran, was zusätzliche Zeit gekostet hat.
      Vielleicht geht es bei dir ja besser, aber achte einfach drauf, ob sich der Preis im Shop tatsächlich ändert, wenn du es in KDP einstellst.
      Klaus
      Von welchem "Shop" ist denn die Rede, muss ich mal ganz dumm fragen?
      Südlich des Glücks

      »Eine sympathische und teils tragische Komödie der ganz besonderen Art, die emotionaler und eindringlicher nicht sein könnte.« Quelle: eBookmeter.info - Das Magazin rund um eBook & Co.

      Das eBook bis zum 31.01.2014 zum Einführungspreis von 0,99€ gibt es hier.
      Entschuldige, dass ich mich unklar ausgedrückt habe.
      Ich konnte den Preis in KDP zwar ändern, aber im Amazon-Kindle-Shop wurde diese Änderung nicht durchgeführt, sondern der alte, falsche Preis blieb einfach stehen. Die Möglichkeit, meinen Preis wieder selbst festzusetzen musste vom Support erst wieder freigeschaltet werden.

      Ich beobachte das zurzeit selbst wieder ganz genau, denn eine Preisaktion ist gestern zu Ende gegangen. Alle epub-Shops haben die Erhöhung schon umgesetzt, außer libri.de/ebook.de. Ich werde meinen Distributor (ciando) bitten, diesen Shop aus dem Verteiler zu streichen.

      Klaus