Leipziger Buchmesse

      Leipziger Buchmesse

      War jemand von Euch in Leipzig? Ich habe die Buchmesse am ersten Tag besucht und bin mit gemischten Gefühlen nach Hause gefahren. Einerseits mag ich die Messe, weil sie räumlich großzügig angelegt ist, viel Platz bietet und an jeder Ecke gelesen wird. Andererseits lohnt es kaum, jedes Jahr hinzufahren, weil es dafür - abseits von Bücher-Neuerscheinungen - doch generell zu wenig Neues gibt.

      Das Forum "autoren@leipzig", das sich an Self Publisher wandte, ließ mit 30-Minuten-Veranstaltungen leider nur Zeit für meist allgemeine Überblicks-Präsentationen. Es gab ein paar Gäste, die sehr unterhaltsam erzählen konnten und die mehr Zeit verdient gehabt hätten.

      Meine Hoffnung, in Sachen Marketing ein paar Anregungen zu erhalten, erfüllten sich leider nicht. Ich will nicht x-mal hören, wie wichtig eine Facebook-Seite sei. Motto: Weil da alle sind, muss man auch dabei sein. Ich mag die Plattform nicht und hätte gern ein paar Alternativvorschläge gehört. Das Thema kam leider etwas zu kurz.

      Oder hat jemand von Euch an anderen Tagen bessere Erfahrungen gemacht?
      Ich war auch dort, ebenfalls nur einen Tag. Viel gesehen habe ich allerdings nicht, sondern die Zeit für Gespräche mit einigen Technologie-Anbietern genutzt. Nicht immer sind deren Webseiten so aussagekräftig, dass man dort die gewünschten Antworten erhält, auch stolpert man im Internet nicht unbedingt über jedes neue Unternehmen, das sich im Bereich des digitalgestützten Publizierens für den gewöhnlichen Privatmenschen betätigt. Wahrscheinlich ist der Nutzen der Messe aber in erster Linie eine Frage der Zielgruppe - für Leser, die sich über neue Bucherscheinungen und Autoren in Fleisch und Blut informieren möchten, könnte sie wahrscheinlich schon sehr zufriedenstellend ausgefallen sein. Für Bücherersteller und Selbstverleger hingegen ist die Mehrzahl der Stände möglicherweise von Haus aus eher uninteressant.
      Ich war am Freitag dort - vor allem, um alte Kontakte aufzufrischen und neue zu knüpfen. Und ein paar Leute mal in Person kennenzulernen, mit denen man sonst nur per Mail oder Telefon Kontakt hat.

      Ansonsten sind es eher die Schnipsel, die man aufschnappt:
      * Am Amazon-Stand konnte ich mal die neueste Generation Createspace-Taschenbücher sehen und fand die technische Umsetzung inzwischen echt überzeugend, auch den matten Umschlag.
      * neobooks hat bei einer Präsentation viel über seine Pläne für das laufende Jahr erzählt (endlich ePub-Upload , z.B.)
      * Bei den ganzen Distributoren hatte ich irgendwie das Gefühl, sie seien alle austauschbar. Stände, Flyer, Auftreten.

      Alles in allem reicht es vollauf (auch meinen Füßen), wenn ich mich in Halle 2 und 3 tummle.