Autorenprotest Amazon

      Autorenprotest Amazon

      Ich habe eine Frage an Euch:

      Knapp 1.800 Autorinnen und Autoren haben sich mit einem Offenen Brief gegen Erpressungsversuche von Amazon bei der Margenverhandlung mit Verlagen gewandt: fairer-buchmarkt.de

      Von Indie-Autoren hört man irgendwie recht wenig, was sie zu diesem Thema zu sagen haben.

      Ich habe diesen Bericht gefunden: salon.com/2014/06/17/amazon_is…hould_side_with_hachette/

      und möchte Euch fragen, ob die geringe Bereitschaft, Amazon zu kritisieren, damit zusammen hängt, dass Indie-Autoren grundsätzlich meinen, dass Amazon ihnen Gutes tue und sie ohnehin eine Abscheu vor Verlagen haben.

      Greift dieser Standpunkt aber nicht zu kurz? Wenn heute Verlagsautoren von Amazon boykottiert werden, die in bestimmten Verlagen veröffentlichen, was glaubt ihr, wie der Margenkrieg später weiter geht? Wenn die Bonnier-Verlagsgruppe einknickt, bleibt kein Autor von dem Margenkrieg verschont...

      Eure Meinung dazu interessiert mich.
      Warum Amazon kritisieren? Es geht bei der aktuellen Auseinandersetzung nicht um David gegen Goliath, nicht um den Untergang der Buchkultur. Da ringen nur zwei Konzerne um so profane Dinge wie Geld. Hachette ist ja nicht das kleine hilflose Opfer, der Verlag ist nur ein Bausteinchen der international tätigen Lagardère Group. Warum sollten Indie-Autoren sich auf die eine oder die andere Seite schlagen?

      Alle, die bisher laut über Amazon gejammert haben, sind Profiteure des traditionellen Buchhandelssystems. Ich gehöre nicht dazu und habe in dieser Sache nichts zu verlieren. :P Bisher kenne ich keine Plattform, die mir das Publizieren so einfach macht wie Amazon. Mag sein, dass sich das eines Tages ändert und Amazon die Konditionen verschlechtert. Na und, dann ziehe ich eben weiter und probiere was Neues aus.

      Lesetipps zum Thema:
      Amazon v Hachette: Don’t Believe The Spin (The Passive Voice)
      Winning at Monopoly (Hugh Howey)