Auf Rezensionen reagieren

      Auf Rezensionen reagieren

      Hallo Forum,

      sich über negative Rezensionen ärgern bringt nichts. Das ist uns sicher allen bewusst. Leicht gesagt, das merke ich gerade selbst, denn mein Herzblut »Südlich des Glücks« hat sich die erste dieser Art eingefangen.
      Eine Zwei-Sätze-Rezension, so vielsagend wie ein Stück Holz :S

      Negative Rezensionen sollen den Autor - insbesondere den SP - zu Verbesserungen leiten, konstruktiv sein, anregend sein... Doch diese? Nun gut.
      Meine Frage: Wäre es klug auf derartige Rezensionen zu reagieren? Einfach nachhaken, um Konkretisierung bitten? Ich fühle mich etwas allein gelassen, weiß nicht, was ich nun verbessern könnte. Oder sollte es man dabei belassen, um keine unnötige Diskussion loszutreten? Wie ist eure Meinung darüber? Habt ihr schon auf Rezensionen reagiert? Positive als auch Negative.

      Übrigens, wen mein heutiger Frust interessiert, der findet ihn hier: amazon.de/product-reviews/B00H…ySubmissionDateDescending
      Südlich des Glücks

      »Eine sympathische und teils tragische Komödie der ganz besonderen Art, die emotionaler und eindringlicher nicht sein könnte.« Quelle: eBookmeter.info - Das Magazin rund um eBook & Co.

      Das eBook bis zum 31.01.2014 zum Einführungspreis von 0,99€ gibt es hier.
      Ich habe vor einer Weile das Rezensions-Thema in meinem Autoren-Blog thematisiert, vielleicht hilft Dir das weiter? ;)
      Was diese spezielle Rezension angeht: Wenn ich selbst rezensiere, lese ich immer das ganze Buch. Sonst habe ich kein umfassendes Bild, und kann auch nicht sagen, ob es vielleicht lahm beginnt und fulminant endet - wenn man es nicht liest, weiss man es nunmal nicht. Jemand, der also schreibt, er/sie habe nur 20% des Buches gelesen, kann also gar keine fundierte Meinung abgeben, und dass er so eine knappe Beurteilung hinterlässt, lässt mich vermuten, dass da einfach nur meckert um des Meckerns willens.

      Keep calm and write on. :) Ich denke nicht, dass Du dabei viel gewinnen kannst, wenn Du darauf reagierst. Es ist eine Meinung, keine gute, leider, und leider kam sie auch recht früh, als zweite Rezension zu Deinem Buch. Aber es werden sicher mehr Meinungen kommen, wenn Du es bewirbst oder ein paar Blogger dafür gewinnen kannst.
      Ich selbst reagiere nur auf Rezensionen/Kritiken, wenn der Inhalt konstruktiv ist, der Rezensent also klar sagt, wo seiner Meinung nach das Problem liegt (und vielleicht noch, wie man es besser machen könnte, Stichwort konstruktive Rezension). Ansonsten gilt: Man kann es nie allen recht machen.

      GhostBooks schrieb:

      Meine Frage: Wäre es klug auf derartige Rezensionen zu reagieren?


      Ganz einfach: Nein. Es bringt Dir evtl. eine Art kurze Genugtuung (zumindest insofern, dass Du "etwas getan" hast), aber Du wirst wahrscheinlich keine Rückmeldung erhalten - und wenn, kann es sehr gut sein, dass Sie Dir nicht gefällt. Ich muss mir selbst immer wieder "Don't feed the Troll" in Erinnerung rufen. Und so sehr ich diesen Satz hasse, so sehr weiß ich, dass er stimmt.

      Wir haben auch schon auf negative Rezis reagiert - vergiss es, ein einziger K(r)ampf! Und wenn Du Dich über die Rezi selbst geärgert hast, wirst Du bei dem dann folgenden Kommentar-Tennis in die Tischplatte beissen <X Wir haben es uns zur Angewohnheit gemacht zukünftig nicht mehr auf Kommentare zu antworten.

      Als Beispiel-Rezi: "Der Anfang ist vielversprechend und phantastisch. Aber etwa ab der Hälfte des Buches wandelt sich die Geschichte in einen Krimi. Es gibt bessere Bücher." Anmerkung: auf dem Cover steht "Ein phantastischer Krimi"... Was soll man dazu sagen?

      Beste Grüße und Kopf hoch,
      Sascha

      PS: Und vergiss das Wort "Rezension" - wir sprechen nur noch von einer Lesermeinung.
      Ich würde die Teile bei Amazon auch nicht Rezension nennen, ich sag dazu immer Rezis - Verniedlichungs-und Verkleinerungsform vom großen Bruder der echten Rezension, denn es sind einfach Kundenmeinungen und mit Meinungen ist es wie mit manchen Körperteilen. ;)

      Nein, im Ernst.
      Ich hab mich noch nicht der Kritik aussetzen müssen und kann also noch nicht ehrlich beantworten, wie ich mich fühlen würde. Aber reagieren ist auch m.M.n. ein großes No-No. Ich denke ein Autor, der sich auf amazon in Kommentar-Schlachten verwickeln lässt, kann nur verlieren.

      Oh, und übrigens - du wirst es vielleicht nicht glauben, aber mich haben durchaus schon auch negative Bewertungen zum Kauf eines Buches gebracht. Denn manchmal sind diese Meinungen ein schlechtes Zeugnis für den Bewerter und nicht für den Bewerteten.


      Nanny Ogg looked under her bed in case there was a man there. Well, you never knew your luck.
      (Lords and Ladies)
      Erstens hab ich nicht wirklich das Gefühl das negative Bewertungen, die den Inhalt betreffen die Verkäufe eines Buches beeinträchtigen - oft sind auch stark polarisierende Werke, diejenigen die sich am besten verkaufen.

      Und zweitens lässt sich an einer gut geschriebenen negativen Rezension meisten sehr gut erkennen, ob der Rezensent zur Zielgruppe gehört oder nicht und damit, ob die Rezie für mich überhaupt von Belang ist. So kann auch eine negative Rezie durchaus ein positiver Indikator für mich sein, dass dieses Buch / Film mir gefallen könnte.

      Und Sinnlos- und Troll-Rezies fallen eh auf den Rezensenten zurück und nicht den Autor. Dass muss man ganz entspannt sehen.


      Auf eine Rezie einzugehen ist für mich zumindest im Belletristik Bereich ein NoGo es sei denn man wollte irgendeine Fehlinformation richtig stellen. Ansonsten Finger weg auch wenn es einen manchmal reizt.

      Gruß
      Daniel
      Hallo in die Runde,

      ich danke euch zunächst für eure Meinungen. Ihr habt mir etwas den Frust genommen. Ich beobachte mal meine Verkäufe nach dieser schlechten Bewertung und melde mich dann noch einmal :)
      Südlich des Glücks

      »Eine sympathische und teils tragische Komödie der ganz besonderen Art, die emotionaler und eindringlicher nicht sein könnte.« Quelle: eBookmeter.info - Das Magazin rund um eBook & Co.

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      Knappe Antwort: Nein

      Es gibt einige wenige Autoren, die reagieren auf jede Rezi, aber auch auf wirklich jede und selbst die gehen meistens nicht wirklich inhaltlich drauf ein, sondern bedanken sich nur für die Zeit, die man sich genommen hat. Oder drücken Bedauern aus, wenn einem das Buch nicht gefallen hat.

      Die Mehrheit sagt gar nichts, sondern schimpft höchstens Freunden gegenüber ;-).

      GhostBooks schrieb:

      Negative Rezensionen sollen den Autor - insbesondere den SP - zu Verbesserungen leiten, konstruktiv sein, anregend sein... Doch diese? Nun gut.


      So sehe ich Rezensionen eigentlich gar nicht. Dafür habe ich in der Regel Betaleser und das Lektorat. Rezensionen dienen meiner Meinung nach nur den Lesern und sind von Leser für andere Leser. So würde ich eine Rezension auch schreiben. Der Autor spielt da weniger bis gar keine Rolle. Wenn der Autor was davon mitnehmen kann, dann gut, das wäre dann aber eher ein Nebeneffekt.
      Ich persönlich versuche, viel von Lesermeinungen mitzunehmen. Für ein Lektorat reicht es bei mir noch nicht - finanziell. Darum stecke ich noch mal viel Arbeit selbst ins Manuskript. Aber ich wünsche mir, dass ich meine Arbeit genug ausbauen kann, um mir für zukünftige Werke ein Lektorat zu gönnen.

      Im Übrigen kann ich leichte Entwarnung geben. Seit der schlechten Bewertung heut früh wurden 10 Bücher verkauft. Vielleicht habe ich mich gleich zu verrückt gemacht. Aber es war halt erst die zweite, und dann gleich sowas :S
      Südlich des Glücks

      »Eine sympathische und teils tragische Komödie der ganz besonderen Art, die emotionaler und eindringlicher nicht sein könnte.« Quelle: eBookmeter.info - Das Magazin rund um eBook & Co.

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      GhostBooks schrieb:

      Negative Rezensionen sollen den Autor - insbesondere den SP - zu Verbesserungen leiten, konstruktiv sein, anregend sein...


      Nein. Rezensionen sollen den Lesern helfen, eine Kaufentscheidung zu treffen. Deshalb sind diese Lesermeinungen auf Amazon, nicht ganz richtig als Rezensionen betititelt, auch völlig okay. Wenn also ein (mittlerweile sind es bereits zwei) Leser sagt, dass ihm die Story zu handlungsarm ist, dann ist das durchaus gutes Feedback - für die anderen Leser und auch für den Autor, der sich beim nächsten Plot mehr einfallen lassen wird.

      Wenn dieser eine Leser, der es nicht durch das Buch geschafft hat (mit ging es mit Stephen King's Bag of Bones auch so), seine Meinung auf amazon nicht sagen würde, würde das das Bild verfälschen, denke ich. So erhält der Autor wenigstens ehrlicheres Feedback als wenn er nur offizielle Rezensionen liest und nicht weiß, ob diese Rezensenten tatsächlich das ganze Buch gelesen haben oder nicht (nicht jeder Journalist quält sich bis zum Ende durch, wie diverse Skandale gezeigt haben, oder liest jedes einzelne Wort eines Buches, das er hasst).

      Re: Reagieren
      Da die Bewertungen für die anderen Leser bzw. potentielle Käufer geschrieben sind, gehen sie den Autor im Prinzip ja nichts an, also nö.. :/
      Hallo Forum,

      einige kennen mich ja schon von facebook und auch das folgende Problem. Das ich mal unter dieses ältere Thema gesetzt habe. Es passt allerdings hierzu, denke ich. Falls nicht, sorry schon mal!

      Ich bin vor einiger Zeit durch meinen Erzeuger gestalkt worden. Als ich ihm ein Einschreiben schickte, dass er dies unterlassen solle oder ich andernfalls den Gang zum Anwalt unternehmen würde, fing er an mich überall schlecht zu machen (Twitter, facebook). Doch mit meiner Person nicht genug.
      Auch auf Amazon verfasste er, zuerst noch unter seinem richtigen Namen, den er schnell in "ghostbuster" änderte, "Rezensionen". "ghostbuster" wohl deshalb, da ich in meinem Bekanntenkreis seit gut 22 Jahren nur "GHoSt" genannt werde und auch im Netz unter diesem Pseudonym zu finden bin. Er hat die Bücher nie gekauft und mit Sicherheit auch nie gelesen. Zudem steht unter meinen drei überall das Gleiche. Nämlich, dass es eine kranke Geschichte sei. Ebenso der Grund fürs Schreiben und ich würde damit nach professioneller Hilfe schreien. Das sollte dann wohl auch aussagen, warum er den Namen "ghostbuster" wählte.

      Natürlich hatte ich, da es ja gewisse Ausmaße angenommen hatte, meinen Anwalt eingeschaltet. Dieser meinte jedoch, ich solle zuerst selbst versuchen alles löschen zu lassen. Denn er schätze diesen Menschen so ein (was auch stimmt), wenn man ihm eine Unterlassungsklage an den Hals wirft, dass es dann noch weiter geht und heftiger wird.
      Fast überall ging es relativ unkompliziert. Bei Amazon habe ich die "Rezensionen" natürlich auch gemeldet. Nach mehrmaligen melden wurden auch zwei der drei Rezensionen gelöscht. Ich meldete die dritte auch noch ein paar mal, aber nichts passierte. Deswegen fragte ich beim Support per Chat an und ließ mir auch das Protokoll schicken. Man wolle sich innerhalb von 24h bei mir melden. Nichts geschah.
      An dem Tag, an dem ich zum Telefon greifen wollte, waren die zwei gelöschten Rezensionen wieder da. Zusammen mit drei weiteren (eigtl. eine, auf allen drei Büchern). Diese war aber eigtl. zwei Tage nach den anderen dreien verfasst worden und tauchte erst einen Monat später auf. Das fand ich extrem merkwürdig. Was veranstaltet Amazon da? Fragen konnte ich nicht, per Chat wird man ja anscheinend einfach abgewiesen. Leider war deren Telefonsupport an diesem Tag tot.

      In dieser "Rezension" geht es abermals hauptsächlich um mich. Die Überschrift ist diesmal "Geistiger Dünnsch..." und 2x "Geistiger Durchfall". Auch hier abermals das Wort "Geist". Unter anderen steht da:"[...]Gilt für alles aus dem erfolglosen Haus Jakubinek. Es sollten andere Wege aus der schmarotzerischen Langzeitarbeitslosigkeit gewählt werden.[...]"
      Was beides in der "Rezension" eine totale Unterstellung ist, denn ich bin seit 2000 selbstständig mit einer Unterbrechnung vom 1.1.2013 bis 30.6.2014, in der ich eine Festanstellung bei einem Kunden einging. Böser Fehler - Anderes Blatt ;) Wer aber so lange Selbstständig war, wie ich, wird wohl keineswegs erfolglos gewesen sein. Man kann dies auch gerne bei XING und/oder LinkedIn nachschauen. (Achtung, meinen Namen gibt es 2x, ich bin Software-Entwicklerin im "richtigen" Leben.)
      Mein Erzeuger schrieb in seiner ersten Mail sinngemäß:"Da bist du nun also wieder arbeitslos." Also kann er es auch nur gewesen sein unter einem Fake-Account.

      Momentan liegt die Sache beim Anwalt. Der hat aber arg viel zu tun, weswegen sich nun schon einen Monat lang nichts getan hat. Ein viertes Buch liegt hier fertig rum und wollte zum 3.10., spätestens heute, das Licht der Welt erblicken. Dazu halt Werbekampagnen bei Amazon bei den anderen Büchern. All dies habe ich mich nun nicht getraut, da mein Anwalt nicht auf Anfragen, ob ich damit gegen ihn arbeiten würde, reagiert.
      Das nächste Problem ist, ich bin Software-Entwicklerin und arbeite als Freelancer. Sehr oft, wenn ich mich für ein Projekt beworben hatte, kam die Frage "Wie kommt man als Software-Entwicklerin noch dazu Bücher zu schreiben? Das ist ja interessant!" Mit solchen "Rezensionen" ist das natürlich jetzt sehr nett. Weil ich mich nun rechtfertigen darf, ob die Profile auf den Businessnetworks nicht zufällig geschönigt wären und ob ich überhaupt wüsste, was C# ist. Oder doch nur eine Hochstaplerin sei. Kurzum: Es ist nicht nur, dass es in meinen Hobbybereich geht (nichts anderes war/ist das Schreiben für mich), sondern nun auch geschäftsschädigend ist in dem Bereich, mit dem ich mir meine Miete, mein Essen, meine Versicherungen etc verdiene.

      Mal zum Nachlesen die beiden Rezis, wer mag. Wie gesagt, die finden sich, im gleichen Wortlaut, unter allen drei Büchern. amazon.de/review/R2RKKIP785LXUD/ und amazon.de/review/R35LB3QEQ09R9F/

      Was hättet ihr in meiner Situation gemacht? Hättet ihr irgendetwas anders gemacht, als ich?

      Danke euch schon mal!
      Sabine

      Sabine Jakubinek schrieb:

      Der hat aber arg viel zu tun, weswegen sich nun schon einen Monat lang nichts getan hat.


      Ich denke, dass Du grundsätzlich richtig vorgegangen bist - es handelt sich ja auch um eine Ausnahmesituation. Was ich jedoch überdenken würde, wäre der Anwalt. Ich persönlich würde "ich habe gerade so viel zu tun" nicht gelten lassen und 1) entweder dem Anwalt die Pistole auf die Brust setzen oder 2) einen anderen Anwalt suchen. Stell Dir die umgekehrte Situation vor: Denkst Du, dass ein Anwalt Dir so viel Zeit geben würde? Eher nicht (Fristen etc.)...

      LG, Sascha